WEITERLESEN
Stadtteilspazierungang durchs "rote" Ilversgehofen
Am kommenden Sonntag, den 30.01.2011 - 11:00 Uhr am "Tivoli" (Magdeburger Allee 4 / Ecke Bebelstraße) veranstaltet die SPD Erfurt gemeinsam mit dem DGB-Bildungswerk und der Erfurter Linkspartei einen Stadtspaziergang durch das Erfurter Arbeiterviertel.
Nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 war das Schicksal der Weimarer Republik endgültig besiegelt. In den folgenden Wochen waren vor allem die linken politischen Gegner, in erster Linie Sozialdemokraten, Kommunisten und Anarchisten, dem massiven Terror der Nationalsozialisten ausgesetzt, der von Einschüchterungen bis zum Mord reichte. Eine wichtige Basis hatte die Arbeiterbewegung traditionell im „roten" Erfurter Norden, wo sich damals die großen Industriebetriebe befanden. Wir wollen uns in einem zweistündigen Stadtteilspaziergang auf Spurensuche begeben und an die teils heftigen sozialen und politischen Auseinandersetzungen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts erinnern.
Mit dem Rundgang am 30.1. wollen wir an den Arbeiterwiderstand in Erfurt erinnern. Der Rundgang beginnt an der Magdeburger Allee 4 (Ecke Bebelstraße) vor dem früheren Versammlungslokal „Tivoli". Der Weg führt vorbei am Gründungslokal der Erfurter KPD, kreuzt den einstigen Johannesplatz, wo sich Jugendgruppen der HJ widersetzten, und vermittelt entlang der Magdeburger Allee Eindrücke vom kulturellen und sozialen Leben im „roten" Arbeiterviertel. In der Feldstraße erinnern wir an die Opfer eines der ersten Konzentrationslager in Thüringen mit einer Kranzniederlegung. Der Rundgang endet mit einem Blick auf den Bahnhof Erfurt-Nord und die dahinter liegenden früheren Industriebetriebe.


