Unter den Augen von mehreren hundert Erfurterinnen und Erfurtern startete die SPD Thüringen am gestrigen Donnerstag in die heiße Phase des Landtagswahlkampfes.
Auf dem Erfurter Anger sprachen Oberbürgermeister Andreas Bausewein, SPD-Parteichef Franz Müntefering, der kommende Thüringer Ministerpräsident Christoph Matschie und der Erfurter Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider zu den Menschen.
Der Erfurter Oberbürgermeister legte noch einmal ein Augenmerk darauf, dass es dort wo Sozialdemokraten regieren, gerechter zugeht. Er konnte dafür die Erfolge seiner bisherigen Amtszeit anführen, so beispielsweise die Befreiung großer Teile der Bevölkerung von den Kita-Gebühren und das kostenfreie Mittagessen in Erfurter Kindertageseinrichtungen und Grundschulen.
Der Spitzenkandidat zur Landtagswahl Christoph Matschie führte aus, auch an diese Erfurter Politikansätze im Land anknüpfen zu wollen. So strebt die SPD eine gerechtere Schulpolitik mit gemeinsamen Lernen bis Klasse 8 an und wird sich für ein Thüringer Vergabegesetz einsetzen, dass Mindest- und Tariflöhne entsprechend berücksichtigt. Die Brücke zum SPD-Bundesvorsitzenden Müntefering schlug Matschie mit der Versprechen, dass mit ihm als Ministerpräsident die Thüringer Stimme im Bundesrat eine Stimme für Mindeslöhne sein wird.
Der SPD-Parteivorsitzende sprach in seiner Rede von den Gefahren, die von einer konservativ-liberalen Budnesregierung für die Gerechtigkeit in Deutschland ausgehen würden. Er sprach davon das CDU und FDP das private Risiko des Einzelnen privatisieren, die Steuern zu Gunsten der Reichen senken und damit die Verantwortung des Staates ausdünnen wollen. „Doch einen armen Staat können sich nur wirklich reiche Menschen leisten." so Müntefering abschließend.
Beim Bad in der Menge kam es danach zu vielen herzlichen Begegnungen mit der Erfurter Bürgerinnen und Bürgern.
Bereits am morgigen Samstag um 11:00 Uhr (Kneipengespräch im „double B") hat sich mit Peter Struck weitere Bundesprominenz in Erfurt angesagt.
Impressionen des Starts der heißen Wahlkampfphase der SPD hier.