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Erinnerung an die Opfer der deutschen Teilung und den Wert der Freiheit im Bewusstsein wach halten
Anlässlich des 50. Jahrestages des Mauerbaus erinnert die Erfurter SPD an die zahlreichen Opfer und das menschliche Leid, das mit diesem Akt der Unmenschlichkeit und Barbarei verbunden war.
Das Grenzregime der SED-Diktatur riss nicht nur viele Familien und Freunde entlang der innerdeutschen Grenze auseinander, sondern kostete vor allem viele junge Menschen, die der SED-Diktatur entfliehen wollten, das Leben. Viele DDR-Bürger, die in unmittelbarer Grenznähe lebten, waren von Zwangsumsiedlungen betroffen und mussten von heute auf morgen ihren Besitz aufgeben und ihre liebgewordene Heimat hinter sich lassen.
„Der Mauerbau und das unmenschliche Grenzregime waren nicht nur ein offenes Eingeständnis der eigenen Schwäche und fehlenden gesellschaftlichen Anerkennung der SED-Diktatur", betont der SPD-Kreisvorsitzende Dr. Holger Poppenhäger. „Er war zugleich ein Akt des Misstrauens gegenüber der eigenen Bevölkerung, der letztendlich den kollektiven Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung nicht dauerhaft unterdrücken konnte."
Einen entscheidenden Impuls für den unerschütterlichen Freiheitsdrang und die bleibende Hoffnung der DDR-Bevölkerung auf die Überwindung der deutschen Teilung lieferte die Entspannungspolitik Willy Brandts, für die sein Besuch in Erfurt 1970 eine wichtige Wegmarke und einen emotionalen Höhepunkt setzte. „In direktem Zusammenhang mit dem historischen Datum des Mauerbaus muss auch immer wieder an die Bemühungen Willy Brandts zur Überwindung der deutschen Teilung erinnert werden. Brandts Politik des „Wandels durch Annäherung" hat den Grundstein für den Fall der Mauer im Jahr 1989 gelegt", macht Poppenhäger deutlich. „Angesichts der jüngeren deutschen Geschichte sollten wir uns zugleich immer wieder ins Bewusstsein rufen, dass Freiheit und Selbstbestimmung nicht selbstverständlich sind, sondern auch in der Demokratie wertgeschätzt und aktiv verteidigt werden müssen."


