In seiner Vorstandssitzung sprach sich der Kreisvorstand der Erfurter SPD für die Beibehaltung der Rente mit 65 aus. In der im Vorfeld des SPD-Bundesparteitages am 26. September geführten Diskussion zur Zukunft der Rente in der Bundesrepublik, spricht sich der Kreisvorstand für ein Renteneintrittsalter von 65 Jahren aus.
In einem Positionspapier zur Rentenpolitik wird noch einmal klar gestellt, dass die Voraussetzungen für ein Anheben des Renteneintrittsalters auf 67 nicht gegeben sind, weil Ältere immer noch geringere Chancen auf Wiedereinstellung am Arbeitsmarkt haben und in vielen Berufen keine altersgerechten Arbeitsbedingungen herrschen.
Als vorrangiges Ziel formuliert die Erfurter SPD somit auch zunächst mehr gesunde Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere Arbeitnehmer.
Die Erfurter SPD fordert, dass das Rentensystem gesamtgesellschaftlich und von allen gesellschaftlichen Gruppen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit getragen wird. Eine gerechte Rentenpolitik ist zudem untrennbar mit einer gerechten Lohnpolitik verbunden, denn nur gerechte und faire Löhne verhindern Altersarmut nachhaltig.
Die Erfurter SPD spricht sich darüber hinaus für eine bessere Absicherung von Frauen im Alter und eine Beendigung der Geschlechterdiskriminierung auf dem Feld der Rentenpolitik aus.
Flexiblen Übergängen, entsprechend der individuellen Lebens- und Arbeitsumstände, steht die SPD offen gegenüber.
Das Positionspapier im Wortlaut.