05.02.10
Stadtratsfraktion

SPD stärkt Erfurter Kulturstandort

Ratsfraktion rechnet mit mehr internationalen Touristen

Am 27. Januar war es endlich soweit. Der Stadtrat beschloss auf Initiative der SPD-Fraktion das Konzept für ein Kuratorium "Alte Synagoge im Netzwerk jüdisches Leben in Erfurt".

Nachdem bereits im Oktober vergangenen Jahres der international hoch angesehene Erfurter Schatz seine neue Heimat im Museum "Alte Synagoge" inmitten der Altstadt gefunden hatte, war der Beschluss für ein solches Kuratorium nur eine Frage der Zeit.

Zuvor war der Schatz bereits auf Dienstreise in New York, Paris und London, wo dieser spektakuläre Fund für viel Aufmerksamkeit sorgte.

Die Bedeutung und die Aufmerksamkeit die der Schatz und vor allem aber auch das Gebäude sowie die ausgestellten Handschriften erregten, will die SPD nun auch für die Stadt nutzbar machen, um sich weiter als attraktiver Kulturstandort zu etablieren. Gerade für ein internationales Publikum. Das neue Museum "Alte Synagoge" Erfurt ist nun in den erlesenen Kreis der internationalen Kulturliga aufgestiegen.

"Nun gilt es, dieses Potential weiter zu aktivieren" - meint dazu der kulturpolitische Sprecher der SPD im Stadtrat, Dr. Wolfgang Beese.

Das Konzept der SPD sieht ein fünfköpfiges Gremium vor, aus Mitgliedern, die jeweils bedeutende in- oder ausländische Sammlungen jüdischer Kultur repräsentieren. Dies sei notwendig, da das Betreiberkonzept ausdrücklich auf eine überregionale und internationale Ausstrahlung des Museums setzt. Weiterhin soll es die Stadt beraten, wenn es um Konzeption und Umsetzung hochkarätiger Sonderausstellungen mit Leihgaben aus nationalen und internationalen Sammlungen und Museen geht. Aber auch bei der Organisation von regelmäßigen Kolloquien und Symposien zu brisanten Themen europäisch-jüdischer Geschichte soll es beitragen.

Nur durch eine solche Sicht "von außen" kann die Stadt als Betreiber langfristig

vor Provinzialität geschützt werden. Zumal durch attraktive Ausstellungen gerade ein internationales Publikum und damit die Beförderung des Tourismus gestärkt werden soll.

Hinzu kommt, dass sich das SPD Konzept auch nahtlos in das Netzwerk der jüdischen Erinnerungskultur einfügt, der sich die Stadt besonders verpflichtet fühlt.

Der Beschluss soll auch als Zeichen verstanden werden, dass die SPD-Fraktion bestrebt und gewillt ist, das gesamte Potential der Stadtgeschichte zu nutzen.

Pressekontakt

zur SPD Erfurt:
René Lindenberg
stellv. Vorsitzender & Pressesprecher
Telefon: 0177 - 2 60 37 05
E-Mail: rene.lindenberg@spd-online.de

zur SPD-Stadtratsfraktion:
Frank Rödiger
Fraktionsgeschäftsführer
Telefon: (0361) 6 55 20 40
E-Mail: frank.roediger@erfurt.de


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