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19.06.2009 | 08:06 Uhr
Einer fehlt.
In diesen Tagen bieten sich für die Menschen im Freistaat zahlreiche Möglichkeiten die Spitzenkandidaten der Parteien in der Debatte miteinander zu beäugen. Sozialverbände, Elterninitiativen, Kirchen und Wirtschaftskreise laden ein sich ein Bild der Parteien und ihrer Frontfrauen- und Männer zu machen. So verschieden die Themen und die Zuhörer der Diskussionen dabei auch sein mögen, eines haben alle gemein: Einer fehlt.
Der noch amtierende Ministerpräsident glänzt durch Abwesenheit und so bleibt vor Beginn der Veranstaltungen das ewig gleiche Ratespiel: Wer muss ihn vertreten? Mal ist es der Fraktionschef der CDU, mal der Wirtschaftsminister und mal seine Kabionettskollegin für den Sozialbereich die sich mehr schlecht, als recht aus der Affäre ziehen. Denn eines wird bei jeder Besetzung klar. Die CDU hat inhaltlich schon lange abgewirtschaftet und für unser Land nichts mehr zu bieten. Ob Kitapersonal, Gemeindegebietsreform, Lohngrechtigkeit oder die Polizeireform, die Bilanz der CDU in den letzten Jahren ist verheerend für Thüringen. Ein Wechsel ist überfällig.
Das der Landesgechäftsführer der CDU auch noch meint, der Ministerpräsident hätte nicht nötig in all' diesen Diskussionen präsent zu sein, denn er wäre ja bekannt, verdeutlicht einmal mehr, das die Union nicht verstanden hat um was es bei solchen Diskussionen geht. Hier gilt es die Positionen der Parteien und ihrer führenden Personen darzulegen und die Eignung des Spitzenpersonals für die zu vergebenden Ämter steht auf dem Prüfstand. Wer sich hier selbst aus dem Rennen nimmt, der hat das Vertrauen der Menschen nicht verdient und wird am Wahltag die Quittung für diese Missachtung der Menschen bekommen. Und so wird sich auch nach den Wahlen eines nicht ändern. Wir werden weiterhin sagen können: "Einer fehlt." Und das ist dann auch gut so.


