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27.09.2009 | 21:08 Uhr
Schmerzlich!
Dieser Wahlabend des 27. September 2009 wird in die Geschichte eingehen. Die SPD fährt das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte ein und muss in die Opposition. Für die Bundesrepublik und ihre Menschen liegen vier harte Jahre, in den wichtige Errungenschaften, wie der Kündigungsschutz, der Atomkonsens und unser Sozialstaat harten Angriffen der schwarz-gelben Regierung ausgesetzt sein werden.
Der SPD haben die Menschen offensichtlich nicht zugetraut unser Land in eine bessere Zukunft zu führen und zu viele scheinen von der Sozialdemokratie enttäuscht. Es ist uns nicht gelungen die sozialdemokratischen Schwerpunkte der Politik der letzten Jahre deutlich genug herauszustellen. Nun gilt es das Ergebnis und seine Ursachen nüchtern zu analysieren, die guten Inhalte zu festigen und auch zu prüfen, wo die SPD in den vergangenen Jahren nicht auf dem richtigen Kurs war und hier eine entsprechende Neuausrichtung der Sozialdemokratie vorzunehmen.
Auch in Erfurt konnten wir unser Direktmandat nicht verteidigen. Unser Bundestagsabgeordneter Carsten Schneider könnte zwar deutlich mehr Erststimmen erreichen, als Zweitstimmen für die SPD abgegeben wurden, es reichte aber nicht zum Direktmandat in Erfurt, Weimar und dem Grammetal. Schmerzlich ist dies besonders, da er in den letzten Jahren der Sachwalter Erfurter Interessen in Berlin war. Im Gegensatz zu den beiden Kandidaten von CDU und Linkspartei war er ständig vor Ort bei den Menschen und hat viel Konkretes für Erfurt und den gesamten Wahlkreis erreicht. Ob Mehrgenerationenhaus, Rettung des T-Systems-Standortes, das Fraunhofer-Institut für Kindermedien oder die Finanzmittel für die Kultur in unserer Nachbarstadt Weimar. Leider ist dies alles bei den Menschen offensichtlich nicht ausreichend angekommen. Carsten Schneider wird die SPD trotzdem im Bundestag vertreten, er zieht über die Landesliste der SPD ins Parlament ein. In vier Jahren heißt es dann: Auf ein Neues!
Die Sozialdemokratie wird die kommende Zeit nutzen sich zu regenerieren, wird weiter einen intensiven Dialog mit den Menschen führen, an der ein oder anderen Stelle ihren Kurs korrigieren müssen und wiederkommen, um unser Land gerechter und sozialer zu gestalten.
Alle Zahlen zu den Wahlen auf der Seite des statistischen Landesamtes.


