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17.01.2011 | 13:54 Uhr
Gemeinschaftsaufgabe!
Die milde Witterung hat ihren Teil dazu beigetragen: derzeit sind Erfurts Straßen eis- und schneefrei. Dass das zwischen den Feiertagen des alten Jahres nicht so war, hat verschiedenste Ursachen.
Viele klagen grundsätzlich über Abgaben- und Steuerlast und blenden dabei aus, das unser Steuergeld und unsere Gebühren nicht in irgendwelchen schwarzen Löchern verschwinden, sondern zumeist sinnvolle Aufgaben fürs Gemeinwohl damit finanziert werden. Im Zuge des Klimawandels hat man in den vergangenen Jahren zahlreiche Wortmeldungen vernehmen können, die ein Zurückfahren des Winterdienstes befürworteten oder gar dessen Abschaffung schon am Horizont sahen. Da der Klimawandel zwar langfristig eine Erwärmung bringen, kurzfristig aber vor allem durch Wetterxtreme auffallen wird, werden wir uns wohl oder übel mit Mehrkosten für diese Aufgaben anfreunden müssen. Wir müssen in diese Bereiche wieder stärker investieren!
Eine - zumindest teilweise wirksame - Alternative konnte man indessen in vielen dörflichen Ortsteilen Erfurts beobachten. Während auch die städtischen Fußwege im Schnee versanken, wurde in vielen Dörfern um die Landeshauptstadt herum fleißig von den Anwohner geräumt. Und das auf den Fußwegen und vielerorts auch auf den Straßen vor dem eigenen Haus. Eine Aufgabe, der in der Stadt nur selten ausgeführt wurde. Da quälte man sich lieber minutenlang durch die Schneehaufen aus der Parklücke, als 5 Minuten und etwas Muskelkraft zu opfern, um den Schnee vorm Auto einfach wegzuschippen.
Bei ähnlichen Schneefällen, ob nun noch in diesem oder im nächsten Winter, hilft all das Meckern nicht und auch keine Schuldzuweisungen. Da hilft nur, dass alle mit anpacken. Denn ein lebenswertes Umfeld ist Gemeinschaftsaufgabe!


