von René Lindenberg, Stellv. Kreisvorsitzender

30.11.2010 | 13:22 Uhr

Die ega kann eine Erneuerung gut vertragen

Derzeit überschlagen sich die Debatten um die Zukunft der ega. Aus dem Blick gerät dabei allzu oft, dass der selbstformulierte Anspruch "Garten- und Freizeitpark" in den letzten Jahren nicht in allen Belangen erfüllt werden konnte. So bildet das denkmalgeschützte Ensemble "iga '61" zwar ein beeindruckendes Gartenbaudenkmal, aber die Freizeitparkaspekte kamen in den vergangenen Jahren zunehmend zu kurz. Wenn man sich dieser Defizite nun annehmen will, ohne das historische Erbe in den Wind zu schlagen, dann ist das außerordentlich begrüßenswert.

Gerade der Ausbau der Angebote für Kinder und Familien ist dringend notwendig. Lebt doch in einer Zeit, in der die Wege zwischen den Attraktionen kürzer werden, eine Freizeiteinrichtung nicht unbeträchtlich von ihrem Neuigkeitswert und von der Qualität ihrer Angebote. Das dazu auch endlich ein ansprechendes und vielfältiges Gastronomieangebot gehört, versteht sich von selbst.

Die ega hat nur dann als Gartenpark eine Zukunft haben, wenn ihre Gesamtattraktivität gesteigert wird. Nur mit mehr Gästen, die auch gern und häufig wiederkommen, kann die ega langfristig Bestand haben. Das muss allen Nostalgikern, die glauben eine "Retro-ega", deren Spielplatz dann konsquenterweise auch nur aus ein paar Sandkisten bestehen dürfte, könne die Zukunft sein.

Insofern bietet von den vorgestellten Entwicklunsgkonzepten nur der so genannte Erlebnisgarten eine ausreichende Perspektive für Erfurts Gartenpark. Wer die vorgeschlagenen Neuerungen genau betrachtet muss zudem erkennen, das dabei niemand das Ende des Gartenbaudenkmals beabsichtigt.

Die Erfurter Entscheider tun gut daran in der Bevölkerung in den nächsten Wochen für diese Variante zu werben und letztendlich für ein ega-Zukunft mit Garten- und Freizeitparkcharakter zu votieren.

 

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