von René Lindenberg, Stellv. Kreisvorsitzender

27.04.2009 | 07:29 Uhr

Atomkraft - nein danke!

Gestern vor 23 Jahren wurde die Welt von der bisher größten Katastrophe durch einen Atomunfall heimgesucht. Dieses Ereignis sollte uns allen eine Warnung sein. Und nicht nur der ständige drohende Super-GAU, sondern auch das ungelöste Endlagerproblem und die Gefahr eines Terrorangriffs lassen den im Jahr 2000 beschlossenen Atomausstieg als einzig vernünftig und richtig erscheinen.

Diverse Energiekonzerne und Lobbyisten wollen uns immer wieder glauben machen, dass die deutschen Atomkraftwerke die sichersten der Welt sind und es ein Frevel wäre diese nicht bis an die Grenzen der Belastbarkeit zu nutzen. Doch wo sind diese Grenzen? Niemand vermag dies sicher zu sagen und das wir unseren Kindern und vielen nachkommenden Generationen einen Berg von Atommüll hinterlassen wird gern vollkommen ausgeblendet. Stattdessen organisiert die Atomlobby Widerstand gegen die Windenergie und andere regenerative Energieträger. Gern wird ins Feld geführt, dass die "Spargel" die schöne Landschaft verschandeln würden und sowieso nicht effizient arbeiten. Aktuell hat dieser Lobbyeinsatz zur Verhinderung von Investitionen von über 150 Mio. Euro in Mittelthüeringen geführt. Viele Entscheider in der Planungsversammlung Mittelthüringen sind dieser Propaganda aufgesessen und haben diese Neuausrichtung der Energiepolitik in der Mitte Thüringens verhindert. Sie verzichten damit nicht nur auf Steuereinnahmen, die Ihnen durch die Produktion des Stromes in der Zukunft zustehen würden, sondern blockieren den Ausbau einer für die Zukunft so wichtigen Industrie, die auch in Thüringen viele Arbeitsplätze schafft. Wenn wir als hervorragend entwickeltes Industrieland nicht den Vorreiter geben - sowohl in Sachen Atomausstieg, als auch in Sachen Erneuerbare Energien, dann werden wir unserer Verantwortung nicht gerecht. 23 Jahre nach diesem katastrophalen Ereignis in der damaligen Sowjetunion, sind wir uns und den nachfolgenden Generationen dies schuldig.

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