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23.10.2009 | 14:14 Uhr
Solarstandort Erfurt jetzt fördern
Mitteldeutschland und insbesondere die Region Erfurt haben sich zu einem bedeutendem Standort für die Produktion solarer Komponenten entwickelt. Die Regierungspolitik der SPD in den letzten Jahren hat hier mit der Förderpolitik gut vorgebaut. Die neue Bundesregierung wird in ihrer Atomaffinität hier Einiges zurückdrehen.
Das dies rückwärtsgewandt ist, ist eigentlich allen Experten klar. Nun wird früher oder später der Stadt Erfurt aus Klimaschutz-, Standort und Imagegründen eine Verpflichtung entstehen, Flächen für die Errichtung von Fotovoltaikgroßanlagen bereitzustellen beziehungsweise Unterstützung zur Gewinnung derartiger Flächen zu leisten.
Bereits diskutierte Vorschläge aus der Verwaltung verdeutlichen dabei, dass Spannungsverhältnis zwischen der dringend gebotenen Beförderung von Fotovoltaikanlagen und der Verhinderung weiterer Einschnitte in die stetig durch Bebauung abschmelzende landwirtschaftliche Nutzfläche.
Diese Diskussion wird Zeiträume benötigen, die für die effiziente Durchführung von solaren Großprojekten unter gegenwärtigen Bedingungen zu lang sind.
Deshalb gilt es, von den politisch Verantwortlichen der Stadt kurzfristig und nachhaltig weitere Wege zu beschreiten.
Sofern die Rahmenbedingungen stimmen, kann zumindest für ein Referenzobjekt Gewerbefläche mit Vermarktungshemmnissen für Fotovoltaikgroßanlagen freigegeben werden.
Mit den Eigentümern von neuzeitlichen Besiedlungswüstungen wie ungenutzte Viehzucht- und Bahnanlagen, ehemalige Kasernengelände und ähnlichem sind Verhandlungen zur grundsätzlichen Klärung möglicher Potentiale zu führen.
Integration von Solaranlagen in Lärmschutzwände an Bahn- und Straßenverkehrsanlagen sowie Überdachung von Großparkflächen sind ebenfalls in den Fokus der Betrachtungen zu ziehen.
Meinungen und Beiträge zum Thema gern in meinem Blog: http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/5835


